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Marketing: Die Internetseite als MarketinginstrumentDienstag 26 Juli 2005 06:37:02 - jens.ferner Dieses kurze Briefing wendet sich an kleinere Firmen die sich eine Internetpräsenz wünschen oder selber umsetzen wollen. Es geht darum, im kurzen & groben einige Aspekte des Marketings im Internet mittels der eigenen Webseite anzureißen. Keinesfalls plädiere ich für die vollständige Richtigkeit, vielmehr geht es um Empfehlungen aufgrund von Erfahrungen die ich in den letzten Jahren gesammelt habe. Auf gar keinen Fall handelt es sich hier um einen Design Guide - technische Details werden hier nicht vermittelt. Es geht um Grundlagen, Ideen und Analysen, auch für Präsenzen die von einer externen Agentur verwaltet werden
Kontakt und Copyright: Jens Ferner, 2F Promoting, kontakt@2fpromoting.com Allgemeines
Sie müssen Ihre Internetseite als Marketinginstrument begreifen. Stellen Sie an Ihre Internetseite die gleichen Anforderungen wie an Ihre Broschüre! Sicherlich: Es gibt Unterschiede. Ihre Broschüre ist statisch, sie verteilt sich nicht von selbst und durch die Gestaltung geben Sie im groben vor, in welcher Reihenfolge der Leser sich durch die Broschüre liest.
Eine Internetseite ist anders: Zum einen steht nicht fest, ob der Besucher wirklich auf der eigentlichen Startseite mit dem lesen beginnt. Auf jeden Fall obliegt es -wenn man von speziellen Konstruktionen absieht - dem Besucher, welche Seitenbereiche er aufruft und in welcher Reihenfolge er dies tut. Bedenken Sie noch mal Ihre Broschüre: Meistens als 3fach gefaltetes Blatt beginnt der Leser auf der Startseite und hangelt sich -sofern er es denn möchte- immer weiter vor. Immer orientiert an Ihrem Aufbau. Ein weiterer Unterschied sind die eingesetzten Ressourcen: Eine Broschüre muss gedruckt werden, bereits ab dem 2farbigen Druck und einigermaßen ansprechendem Druckpapier steigen die Kosten hierbei in die Höhe. Spätestens bei Satz & Druck greift man üblicherweise auf externe Unternehmen zu, welche diesen Part übernehmen. Eine Internetseite ist erheblich leichter zu verwirklichen: Zur Erstellung der Seite genügt meistens eine Software, die teilweise kostenlos im Internet zur Verfügung steht (etwa als Composer im Mozilla Browser) - teils aber auch als Bestandteil von Komplettpaketen geliefert wird (etwa Frontpage® als Bestandteil des Office Paketes). Mit wenigen Klicks können auch ungeübte Computernutzer hier Ihre eigene Webseite erstellen; die Kosten für den benötigten Platz im Internet mit zugehöriger Domain liegen bei fortgeschrittenen Paketen bei gerade mal 8 Euro im Monat - die Kosten hierbei sind erheblich geringer als bei einer üblichen Broschüre. Animiert von diesen Umständen setzen immer mehr kleinere Unternehmen auf die eigene Erstellung und Betreuung von Webseiten - sicherlich kostengünstiger als die Betreuung und Einrichtung durch eine externe Webagentur. Unterschätzt wird jedoch meistens der benötigte Aufwand: Nach dem ersten Erstellen wird die Seite nur noch unregelmäßig gepflegt, mit der Zeit liegt die Internetseite brach. Um dies zu verhindern müssen Sie sich von Anfang an Gedanken über den persönlichen Aufwand, die Anforderungen und die daraus resultierende Struktur Ihrer Seite machen. Mit den richtigen Überlegungen werden Sie von Anfang an diese Entwicklung verhindern oder können nach einer Überarbeitung Ihrer Seite einer erneuten, derartigen Entwicklung vorbeugen. Erfolgskriterien Erfolg kann man nur messen, wenn man die Kriterien kennt. Machen Sie sich von Beginn an klar, was Sie von Ihrer Seite erwarten. Wann ist Ihre Seite erfolgreich, wann nicht? Allgemeine Kriterien gibt es nicht - es kommt auf Ihre Ansprüche an! Wollen Sie Ihre Aufträge erhöhen, neue Mandaten gewinnen - oder wollen Sie einfach "nur" ihren Namen bekannter machen und benötigen Sie keinerlei direktes Feedback in Form von erzeugten Kundenbindungen? Es ergeben sich üblicherweise folgende Kriterien, die -je nach Schwerpunkt- unterschiedliche Gewichtung haben: I. Die Besucher Gleich was Sie mit Ihrer Seite vorhaben: Sie wollen Besucher. Lassen Sie sich dabei nicht von nackter "Masse" beeindrucken; Viele Besucher, die zwar einmal flott die Startseite laden danach aber sofort wieder verschwinden, bringen im Endeffekt aber nichts. Vor allem benötigt sind Daten zur Dauer des jeweiligen Besuchs und welche Seiten bevorzugt aufgerufen werden. II. Feedback Erzeugt Ihre Seite Feedback? Werden Anfragen gestellt, gibt es Interesse? Dieser Punkt ist vor allem Interessant, wenn Sie direkte Kundenbindungen über die Webseite wünschen III. Platzierung im Web Wie ist die Seite im Web platziert? Wenn jemand direkt bei einer Suchmaschine nach Ihnen sucht - findet er Sie? Gibt es Links von anderen Portalen (mit thematischem Bezug) zu Ihnen? Hat Ihre Seite zu Ihrem Thema eine Platzierung im Web oder stehen Sie mit Ihrer Seite im luftleeren Raum? IV. Aktualität & Content Wie aktuell ist Ihre Seite? Es gibt auch zeitlose Seiten, keine Frage - doch stimmt Ihre Seite noch? Haben Sie möglicherweise Daten eingebaut, die längst verfallen sind? Bieten Sie Content - ist dieser thematisch ausgewählt? Für den -direkten- Werbeeffekt ist dieser Punkt ausschlaggebend. V. Ressourcen Stellen Sie sich die Frage: Stehen die aufgewendeten Ressourcen in Relation zum bisherigen Erfolg? Damit ist nicht alleine der finanzielle Aspekt gemeint; bei einer Selbstverwaltung der Seite ist dieser Punkt eher gering. Fraglich ist vor allem der personelle Aufwand Analyse Inzwischen haben die meisten Unternehmen bereits eine Internetseite - es geht also weniger um den Aufbau, als um die Analyse und den Neu-Aufbau einer Internetseite. Obige fünf Kriterien sollen Ihnen helfen Ihre Seite zu Analysieren und Aspekte einer Neu-Gliederung zu schaffen. Im folgenden nun einige Anmerkungen zur Analyse Ihrer bisherigen Seite: I. Besucher Gleich welches Ziel Sie mit Ihrer Seite verfolgen: Die Besucher sind das Kriterium, das Sie am meisten Interessieren wird. Dabei ist die nackte "Masse" an Besuchern ist nicht wirklich aussagekräftig - dennoch wird sie häufig als Erfolgmerkmal herangezogen. Verständlich; Wer einmal eine Firmenpräsenz im Internet hat und plötzlich über 200 Besucher täglich verfügt, hat immerhin den Eindruck, kräftig die Werbetrommel zu rühren. Wenn man diese Zahl auf einen Monat hochrechnet sind das immerhin 6000 Besucher monatlich, welche die Firmenseite besuchen und bei denen zielgerichtet Werbung betrieben werden kann. Wohlgemerkt: kann, nicht muss! Zuerst einmal zur Ermittlung der Zahl. Eventuell lassen Sie Ihre Webpräsenz von einem externen Unternehmen verwalten. Möglicherweise werden Ihnen nicht regelmäßig Besucherzahlen vorgelegt - das ist nicht tragisch. Eine kurze Nachfrage bei Ihrer Agentur wird Ihnen sicherlich kurze Zeit später eine Statistik bescheren. Wenn Sie -wie viele kleinere Unternehmen- Ihre Seite selber pflegen, haben Sie eines der verschiedenen Hosting-Angebote von großen Providern. Soweit mir bekannt, unterstützen inzwischen sämtliche dieser Angebote "Logfiles". Bei solchen Logfiles wird jeder einzelne Zugriff auf Ihre Seite protokolliert. Dabei wird genau aufgezeichnet wer (die IP) auf welche Datei in Ihrem Angebot wann zugegriffen hat. Dazu werden noch weitere Informationen wie Ursprung des Besuchers, Größe der aufgerufenen Datei etc. aufgezeichnet. Diese Logfiles sind Ihre Quelle - hier stehen Ihre Informationen. Von Hand ist es unmöglich diese Dateien durchzuarbeiten. Sie benötigen Software zum Analysieren der Dateien. Bei Ihrem Provider werden wahrscheinlich bereits Ihre Dateien ausgewertet - dazu finden Sie in einem Bereich "Statistik" eine grafische Aufbereitung Ihrer Logfiles. Üblicherweise werden diese mit dem kostenlosen Tool "Webalizer" erstellt und sind vorerst vollkommen ausreichend. Wenn Sie mehr Informationen wünschen, oder selber die Logfiles analysieren wollen, können Sie auch selber die Dateien untersuchen. Dazu müssen Sie die Logfiles kopieren und mit einer Software (etwa Webalizer oder Faststats) analysieren. Standard bei der Auswertung von Logfiles ist de facto Webalizer. Lassen Sie sich nun von der nackten Zahl der Besucher nicht beeindrucken! Eventuell wird Ihnen eine Statistik mit den Worten "Wir hatten über 6000 Besucher im letzten Monat" vorgelegt. Auch wenn diese Zahl zuerst einmal beeindruckend klingt, müssen Sie fragen: Ist diese Zahl bereinigt? Bereinigt bedeutet: Handelt es sich um "echte" Besucher, oder sind eventuell noch Besuche von Programmen wie etwa Suchmaschinen - Robotern enthalten. Diese Programme besuchen regelmäßig Ihre Seite um relevanten Inhalt für Suchmaschinen aufzustöbern und werden in der Statistik als Besucher aufgeführt. Ob die Besucherzahl wirklich bereinigt ist, erkennen Sie auch daran, ob in den Statistiken oft auf eine "robots.txt" Datei zugegriffen wurde - diese Datei ist alleine für Suchmaschinen von Interesse und wird von normalen Besuchern in der Regel nicht aufgerufen. Eine weitere Fehlerquelle bei der Analyse von Logfiles ist die Zeit der Wiederkehr: Im Internet erhält jeder Benutzer eine IP-Nummer. Dabei ist es so, dass Sie bei jedem Verbinden mit dem Internet wahrscheinlich eine neue IP-Nummer erhalten. Es kann somit durchaus sein, dass mehrere Besucher Ihrer Internetseite die gleiche IP haben. Ebenso kann ein Besucher mit der gleichen IP mehrmals täglich und wöchentlich kommen - Frage nun: Ab wann soll dieser gleiche Besucher als ein neuer gewertet werden. Analyser-Programme bieten eine Option, bei der eingestellt werden kann, nach wie viel Zeit die gleiche IP als neuer Besucher gezählt werden soll. Ein Extrembeispiel: Wenn man hier etwa 1 Sekunde einstellt, wird jeder Seitenaufruf eines Benutzers schon als neuer Besucher gewertet - das treibt die Besucherzahl künstlich in die Höhe. Wenn Sie selber die Logfiles analysieren wollen, achten Sie darauf hier einen gut gewählten Wert einzugeben. Wenn Sie sich nun sicher sind, die ermittelte Zahl annehmen zu können, fangen Sie an, damit zu arbeiten. Vor allem Interessant: -->Wie lange lässt sich ein Besucher binden Wie lange bleiben Besucher bei Ihnen? Bewegen Sie sich überhaupt durch Ihre Webseite oder verschwinden die meisten wieder, nachdem Sie die Startseite oder eine einzelne Seite geladen haben? Auf diesen Punkt gehe ich unter "Aktualität und Content" ein. -->Welche Bereiche Ihrer Seite werden am häufigsten aufgerufen Bauen Sie diese Bereich aus, stellen Sie fest, ob hier Schwerpunkte liegen, die Sie eventuell verkannt haben. Dieser Aspekt ist auch relevant, wenn Sie Feedback erzeugen wollen - hier gehören Ihre Anknüpfungen hin um Besucher anzusprechen -->Welche Bereiche werden gar nicht aufgerufen Auch das gibt es: Sie investieren Zeit & Mühen in einzelne Bereiche und niemand interessiert sich dafür! Stellen Sie sich die Frage: Lohnt sich hier die investierte Zeit überhaupt? Warum werden diese Bereiche nicht aufgerufen, sind sie eventuell zu versteckt auf Ihrer Seite. Auf jeden Fall müssen Sie sich die Frage stellen, ob sich hier Ressourcen einsparen lassen, dazu mehr unter dem entsprechenden Punkt -->Wo kommen die Besucher her Dies ist ein wichtiger Punkt: Woher kommen die Besucher? Wird Ihre Seite besonders häufig direkt aufgerufen oder gibt es gewinnbringende Links auf Ihre Seite? Diesen Punkt benötigen wir später bei der Platzierung Ihrer Seite im Web Sie werden feststellen, dass ich den Punkt "Besucher" bewusst an den Anfang gestellt habe: Dies ist der Kern. Hier werden Sie die Daten sammeln, die wir im folgenden weiter analysieren. Ohne eine solche Analyse ist eine erneute Strukturierung nicht sinnvoll möglich. II. Aktualität & Content Diese zwei Aspekte machen den Werbeeffekt Ihrer Internetseite aus: Sie muss aktuell sein und sie muss Inhalte bieten. Sie können gewerbliche Internetseiten kleinerer Firmen in 3 Kategorien einteilen: -->Präsenzseite Internetseiten, die über das eigentliche Impressum hinaus lediglich optische Informationen anbieten. Neben dem Minimum an Kontaktdaten gibt es vielleicht noch ein nettes "über uns" und ein paar Fotos - aber kein wirklicher Inhalt. Diese Seiten sind ein Beispiel für den Spruch "Wir müssen ins Internet - alle anderen sind auch drin". -->Präsenz und Inhalte Dies sind Seiten, die neben den Kontakt- und Firmeninfos auch noch ausgewählte Informationen bieten: Etwa Aufsätze, Urteile etc. Diese Informationen werden dabei nicht täglich aktualisiert. -->Portale Hierbei handelt es sich um Seiten, die im optimalen Fall täglich aktualisiert werden. Es gibt eventuell noch ein Linkverzeichnis, verschiedene Downloads - die Präsenz der Firma tritt schon fast in den Hintergrund. Dabei soll nun keine Wertung erfolgen: Jede dieser Seitentypen hat Vor- und Nachteile. Typ I ist beispielsweise mit äußerst wenig Ressourcen umzusetzen - erwarten Sie aber hier kaum Werbung. Der 3.Typ dagegen kann (muss nicht) ein Renner werden mit dem sich Benutzer binden lassen - die eingesetzten Ressourcen sind dabei teilweise enorm. Häufig, für kleinere Firmen, empfiehlt sich der 2. Typ als sauberer Kompromiss. Sie können es selber überlegen: Warum sollten Sie eine Seite besuchen, auf der lediglich Kontaktinformationen hinterlegt sind? Vielleicht weil Sie eben diese suchen - dann ist das Interesse aber auch schon vorher geweckt worden. Eventuell kommen Sie aber auch von einer Suchmaschine und haben zB nach "Anwalt" gesucht und laden nun auf einer Anwaltseite? Das wäre aber auch schon das Maximum, dass Sie sich für Ihre Präsenzseite als Werbung erhoffen können. Nun das andere Beispiel: Sie hinterlegen Inhalte. Erstmal nichts aufwendiges, vielleicht ein oder zwei Aufsätze. Wichtigster Punkt hierbei: Suchmaschinen haben mehr Inhalt zum erfassen. Es besteht nun die realistische Möglichkeit, dass ein Benutzer im Internet Suchwörter eingibt, die in Zusammenhang mit Ihren Aufsätzen stehen und auf Ihrer Seite landet. Wenn Sie die Aufsätze direkt in einem Format zur Verfügung stellen, das ausgedruckt & weitergegeben werden kann -etwa PDF- besteht auch die Möglichkeit, dass Besucher die von Ihnen erstellten Informationen weiterreichen. Diese Möglichkeit der Werbung ist nicht zu unterschätzen; Sie können bereits durch wöchentliche Artikel Inhalte bieten, die Besucher "anlocken" und auch zum wiederkehren anregen. Wenn Sie die Möglichkeiten haben, möchten Sie eventuell täglich aktuelle Informationen bieten? Täglich einen Artikel oder mehrmals die Woche einen Aufsatz oder ein Urteil - Ihre Besucher werden es Ihnen danken. Schon nach relativ geringer Zeit werden Sie ein Ansteigen der Besucherzahlen bemerken. Gleich was Sie vorhaben, hier ein paar Tipps: -->Informationen I Nutzen Sie diesen Weg: Es muss nicht täglich sein. Wöchentlich ein Aufsatz zu Ihrem Gebiet reicht schon. Spezialisieren Sie sich! Nicht wild zu verschiedenen Themen Aufsätze verfassen: Legen Sie Ihr Gebiet fest. Ein Anwalt beispielsweise sollte sich ein oder zwei Rechtsgebiete aussuchen und hier Informationen zur Verfügung stellen - etwa Gesetzestexte, Aufsätze, Urteile. In der Spezialisierung liegt Ihre Möglichkeit: Portale mit aktuellen News & Mitteilungen zu allen erdenklichen Themen gibt es wie Sand am Meer. Konzentrieren Sie sich auf ein Thema und bauen Sie sich hier Ihren Namen auf. Bedenken Sie, dass Ihr Name dann auch mit diesem Thema in Zusammenhang gebracht wird. Als Fachanwalt für Strafrecht ein Portal zum Familienrecht zu betreiben ist insofern ein gutes Beispiel für eine falsche Themenwahl. -->Informationen II Ihre Informationen sind Ihr Werbeträger; Stellen Sie die Infos auf einer HTML Seite dar und bieten Sie Links zum Download des ganzen als PDF Datei an. Auf die Art können Ihre Besucher das ganze nicht nur ordentlich ausdrucken, sondern das ganze auch weiterreichen - etwa per Email versenden -->Newsletter Ursprünglich vor etwa 2 Jahren mal sehr stark in Mode gekommen: Newsletter. Vor allem durch diverse Gratisanbieter gefördert, finden Sie auf sehr vielen Seiten Newsletter vor. Das ganze ist sicherlich auch sehr Erfolg versprechend: Wer schließlich einmal Ihre Newsletter abonniert, wird diese -wenigstens beim ersten Mal !- noch mit Interesse aufnehmen. Insofern wird es leichter sein, die Zielgruppe anzusprechen; Unterschätzen Sie jedoch nicht den Aufwand für einen solchen Newsletter. Seien Sie von Beginn an realistisch und planen Sie ernsthaft, wie oft der Newsletter erscheinen soll. Lieber fest alle 6 Wochen einen guten Newsletter als unregelmäßig einen Newsletter mäßigen Inhaltes -->Die Seite "Neues" Ich weiß nicht wer es verbrochen hat: In irgendeinem Marketing - Briefing wurde wohl einmal die Seite "Neues" als zwingender Bestandteil einer Homepage deklariert. Seitdem setzen viele Internetseiten auf diesen Bereich - und finden sich irgendwann in der problematischen Lage, ihn nicht mehr füllen zu können. Tatsächlich benötigen Sie einen solchen Bereich nur unter bestimmten Umständen: Sollten Sie einen Seitentyp I haben, ist ein solcher Bereich ohnehin überflüssig. Beim Seitentyp II macht dieser "Neues" Bereich Sinn, wenn Sie zwar regelmäßig neue Informationen zur Verfügung stellen - ihre Besucher aber nur sehr unregelmäßig bei Ihnen vorbeischauen. In diesem Fall ist der Bereich praktisch, um die Übersicht über neue Informationen zu Gewährleisten. Allerdings sollte Ihr "Informationen" Bereich derart übersichtlich sein, dass ein Besucher hier sofort erkennt, was neu ist. Investieren Sie lieber hier Ihre Energie. Der Seitentyp III macht nun keine Ausnahme - auch wenn es hier im Extremfall täglich aktuelle News gibt. Wenn Sie fast täglich Informationen oder sogar aktuelle News zu Ihrem Thema hinterlegen, muss Ihre Seite ohnehin so strukturiert sein, dass Besucher direkt die aktuellen Meldungen sehen. Falls nicht, ist ein Bereich "Neues" nur ein unnötiger Umweg für Ihre Besucher. Selbst wenn Sie trotzdem auf dieser schwerfälligen Struktur bestehen, bedenken Sie den Aufwand an Energie; Neben dem regelmäßigen Einbinden von Informationen müssen Sie nun auch noch den Bereich "Neues" regelmäßig anpassen - ausgenommen, sie setzen auf ein Skript, dass automatisch diesen Bereich anpasst Bezüglich der aktuellen Mitteilungen habe ich hoffentlich gezeigt, dass der Bereich "Neues" eher unnütz ist. Etwas anderes ist es, wenn es um Umstrukturierungen innerhalb Ihrer Internetseite geht. Wenn Sie zum Beispiel mehrere Bereiche mit Informationen haben und diese Umstrukturieren - die Informationen also hin- und herschieben - und die Befürchtung haben, Ihre Besucher finden sich nicht zurecht, dann kann dieser Bereich einen gewissen Nutzen bringen. Im Regelfall werden Sie jedoch nur einmal eine solche Umstrukturierung vornehmen - sollten Sie regelmäßig die Struktur Ihrer Internetseite umbauen, ist diese wohl fehlerhaft konzipiert und sollte einmal generell überarbeitet werden. Keinesfalls sollten Sie Ihre Besucher mit regelmäßigen Umstrukturierungen zur Last fallen ("Heute finden Sie das Dokument X im Bereich Y, nächste Woche im Bereich Z") - das stiftet nur Verwirrung. Bei einmaligen Umstrukturierungen sollten Sie Hinweise lieber direkt auf der Startseite platzieren und Ihre Besucher nicht lange suchen lassen. Wenn Sie eine größere Umstrukturierung vornehmen, wollen Sie vielleicht längere Ausführungen vornehmen? Dann platzieren Sie doch einfach auf der Startseite einen kurzen (!) Hinweis und in diesem Zusammenhang einen Link auf eine Seite welche detailliert Informationen liefert. -->Usability Ein relativ neues Modewort. Inzwischen gibt es ganze Bücher zu diesem Thema, ich kann das hier nicht ernsthaft vollständig besprechen. Die Grundidee soll aber erwähnt werden. Es geht darum, dass Sie Ihre Seiten am Prinzip der "Nutzbarkeit" orientieren. Am einfachsten ist es, wenn die Seite zwar übersichtlich ist - der Benutzer aber dennoch sofort versteht, was sich hinter den jeweiligen Stichworten verbirgt. Die Internetseite sollte in verschiedene Bereich gegliedert sein, jeder Bereich für einen bestimmten Informationsgehalt stehen und jeder Link zum jeweiligen Bereich ohne langes Überlegen zu verstehen sein. Ihre Besucher sind schon auf Ihrer Seite - zwingen Sie diese jetzt nicht noch dazu, lange zu überlegen was wofür steht oder sich eventuell durch die ganze Seite hangeln zu müssen. Im Zweifelsfall gehen Ihre Besucher vorher wieder. Beachten Sie auch die anderen Punkte: Die Seite sollte schnell laden, ohne viel Ballast. Bedenken Sie, dass die meisten ISDN haben (viele DSL), aber immer noch einige ein 56k Modem benutzen. Sie müssen ja nicht die ganze Seite anpassen - nur die Startseite. Wenn diese schnell da ist kann der Besucher selber wählen welche Inhalte (und ggfs. welche Wartezeit) er wünscht. Wenn Sie schon unbedingt Flash-Movies als Intro nutzen wollen, bieten Sie den Benutzern ohne Flash und ohne hohe Bandbreite wenigstens die Möglichkeit das Intro zu überspringen. Übrigens macht ein "Intro überspringen" Button nur Sinn, wenn er nicht Bestandteil des Intros ist sondern in HTML darunter steht. Ansonsten braucht man die Player Software um sich das Intro anzusehen und dann erst zu überspringen. -->Impressum In Deutschland ist es inzwischen gesetzlich (§6 TDG) vorgeschrieben: Das Impressum. Mal ganz abgesehen vom Gesetz: Macht es nicht einfach einen besseren Eindruck? Was ist so schlimm daran, einfach sämtliche Kontaktinformationen zentral und leicht auffindbar zu hinterlegen? Es erleichtert den Kontakt und macht einen positiven Eindruck - wer sich davon nicht überzeugen lässt, sei auf den §6 TDG verwiesen und soll ein Impressum anlegen III. Feedback Das Feedback ist meist zentraler Punkt einer Internetseite die dem Werben dienen soll. Am Feedback wird (neben dem Besucherstrom) häufig der Erfolg bemessen: Wird Feedback erzeugt, ist es eher direkter oder indirekter Art, welche Qualität hat es. Diese Punkte sind entscheidend, wenn Ihnen Feedback etwas bedeutet. -->Wird Feedback erzeugt Dieser Punkt ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Wenn Sie lediglich auf direktes Feedback Wert legen und dieses Analysieren ist die Aufgabe recht leicht zu bewältigen. Sie können aus Emails und per Formular erzeugten Kontakten auf erzeugtes Feedback rückschließen. Je nach Art der Präsentation und Form des Betriebes ist allerdings auch oder gerade das indirekte Feedback interessant. Hierzu gehören Kontakte, die zwar aufgrund einer Präsentation im Internet entstehen - aber erst später, etwa per Telefon vollzogen werden. Gerade wenn Sie viel mit Informationen arbeiten, wird es sich herausstellen, dass Sie durch Ihre Schriften (relativ) bekannt sind - wohl aber beim Erst-Kontakt nicht merken, was nun genau den Ausschlag für Sie gegeben hat. Sicher sollen Sie Ihre Kunden nicht ausfragen - hören Sie bei Gesprächen genau zu (sollten Sie ja ohnehin tun) und achten Sie auf Bemerkungen, die einen Rückschluss zulassen. -->Qualität des Feedbacks Untersuchen Sie Ihr erzeugtes Feedback: Gerade bei eingebauten Formularen ist die Hemmschwelle zum Kontaktieren gesenkt. Möglicherweise erhalten Sie häufig Feedback in welchem Sie auf Fehler innerhalb Ihrer Webseite hingewiesen werden? Das ist vielleicht nicht das gewünschte Feedback, aber ein außerordentlich gutes Zeichen. Zum einen können Sie Fehler beheben ohne diese selber ständig suchen zu müssen. Zum anderen beschäftigen sich Ihre Besucher offensichtlich mit Ihrer Seite und möchten Fehler beseitigt wissen. Dies ist erheblich besser, als Gleichgültigkeit. Wenn Sie ein Formular eingebaut haben, aber auffällig häufig Emails ohne Inhalt oder falsch ausgefüllte Formulardaten erhalten spricht dies für ein fehlerhaft konzipiertes Formular. Prüfen Sie, ob das Formular verständlich ist und kein Fehler im verarbeitenden Skript liegt. IV. Platzierung im Web Dieser Punkt ist entscheidend für Ihren Erfolg. Sie wollen Besucher auf Ihrer Seite? Dann müssen Sie diesen auch die Möglichkeit geben, Ihre Seite zu finden. Sie müssen mit Ihrer Seite eine gewisse Platzierung im Internet erreichen, damit sie auch Sinn macht und zu Erfolg führen kann. Am Einfachsten ist es natürlich, wenn Sie bereits einen Namen haben und Besucher diesen direkt im Internet suchen - schlecht natürlich, wenn zB die Suche nach dem Rechtsanwalt XY bei Google® nicht die entsprechende Adresse liefert. Hier die Eckpfeiler einer ordentlichen Web-Platzierung: -->Suchmaschinen Sie sind Voraussetzung für stetige Besucherströme. Melden Sie Ihre Seite auf jeden Fall bei den großen Suchmaschinen selber an. Greifen Sie ruhig auf Softwareprodukte zum Anmelden zurück: Wichtig ist nur: Melden Sie Ihre Seite an! Besondere Punkte gibt es hier kaum zu beachten. -->Web - Kataloge Web Kataloge - anders als Suchmaschinen - werden betreut und nehmen nur ausgewählte Inhalte auf. Sie erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit. Für Sie relevant: Es gibt Web Kataloge zu bestimmten Themengebieten. Suchen Sie diese und lassen Sie hier Ihre Seite eintragen. In Massen-Verzeichnissen sind Sie nur einer von vielen - Themen orientierte Verzeichnisse dagegen sind von Beginn an begrenzt. -->Themenverwandte Portale Es gibt Portale im Internet, die sich einem bestimmten Thema verschrieben haben. Gerade durch den stattfindenden Boom von Content-Management-Systemen richten immer mehr Privatpersonen stark ausgebaute Seiten mit inhaltlichem Bezug und starker Besucherbindung. Suchen Sie solche Portale mit Ihrem Thema, tragen Sie sich hier ein - schreiben Sie Artikel, weisen Sie auf Ihre Seite und Ihre Informationen hin. Stellen Sie (anderen) Portalen Auszüge aus Ihren Informationen zur Verfügung um Neugierig auf Ihre Arbeit zu machen. Untersuchen Sie Ihre Platzierung; Sind Sie bei Suchmaschinen gelistet? Falls ja: Kommen Besucher über Ihre Suchmaschinen - Einträge? Wie sieht es hiermit bei Webkatalogen aus? In Ihren Logfiles werden die so genannten "Referer" aufgezeichnet. Das bedeutet, Sie sehen genau, woher ein Besucher kommt. In diesen Referern werden -bei Herkunft von einer Suchmaschine- auch Daten über das angegebene Suchwort abgespeichert. Analyser Programme werten das aus und geben Ihnen eine detaillierte Statistik über die genutzte Suchmaschine und die genutzten Suchworte. Gleichen Sie ab: Welche Suchworte waren Ihr Schwerpunkt, welche sind es tatsächlich. Aus den Suchwörtern lässt sich darauf schließen, wonach die Besucher gesucht haben. Bieten Sie das auch? Ist eventuell der bereich nicht genügend ausgebaut, gehen vielleicht viele Besucher, weil sie sich etwas erhofft hatten, was es bei Ihnen so nicht gibt? Dieser Bereich ist häufig eine Möglichkeit, um die Inhalte der Seite abzuklopfen, zu erweitern und neue Möglichkeiten aufzuzeigen Beachten Sie, dass ich hier keine Ausführungen zur Suchmaschinenoptimierung mache. Wenn Sie Ihre Seite selber betreuen und erst einmal optimieren müssen, finden Sie bei http://www.homepage-tutorials.de meinen Suchmaschinen Workshop. Dieser geht auf die technischen Details ein und gibt Tipps um bei den Suchmaschinen "oben mitmischen" zu können. V. Ressourcen Dieser Punkt ist eine reine Gewichtung Ihrerseits: Wie viel Energie & Geld investieren Sie in Ihre Seite - und wie viel kommt wieder zurück. Auch wenn häufig eine Diskrepanz besteht, investieren viele kleinere Unternehmen weiterhin große Energie; das Stichwort lautet hier wohl Enthusiasmus. Sie müssen entscheiden, ob zuviel Energie investiert wird oder nicht. Struktur der Seite überarbeiten Die bisherige Analyse hat Ihnen vielleicht Schwachpunkte Ihrer Seite aufgezeigt. Diese gilt es nun zu überarbeiten. Nochmal: Ich gehe hier nicht auf technische Details ein. Ich werde hier nichts zur Komprimierung von Bildern schreiben, zu Splash Screens und Eingangstunneln. Das ist nicht Aufgabe dieses Skriptes. Wenn Sie Ihre Seite bisher selber erstellt und verwaltet haben, aber keine Erfahrungen im Erstellen von Seiten haben kann ich Ihnen das Werk "Killer Web Sites" von David Siegel empfehlen. Vielleicht ein bisschen alt, aber für Grundlagen reicht es allemal. Gehen Sie methodisch vor und Untersuchen Sie jeden einzelnen Schwachpunkt. Nutzen Sie die Besucherstatistiken als Ansatzpunkt. Suchen Sie Bereiche Ihrer Homepage, die Sie ausbauen können. Falls Ihnen Ressourcen fehlen, prüfen Sie, ob Sie diese auf weniger genutzten Bereichen einsparen und woanders investieren können. Gerade falsch gesetzte Schwerpunkte können schnell zu brach liegenden Seiten führen: Sie investieren Energie und spüren kein Feedback. Das frustriert mit der Zeit. Wenn Sie einen Bereich gerne als Bestandteil führen, dieser aber kaum besucht wird, müssen Sie diesen nicht Einstellen. Es genügt, wenn Sie diesen Bereich von Anfang an daraus ausrichten, dass hier nur unregelmäßig Informationen hinterlegt werden. Wenn Sie anhand der genutzten Suchwörter merken, dass Ihre Benutzer nach Inhalten suchen die es auf Ihrer Seite gibt - die Besucher aber nach wenigen Klicks (ohne die Informationen zu finden) wieder von Ihrer Seite verschwinden, dann ist diese gänzlich falsch konzipiert. Erleichtern Sie das Auffinden Ihrer Informationen. Kommentare zu diesem Artikel
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